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8. Januar 2012

Bodes Tempobeschleunigung auf der A 2 ein „FDP-Spleen“

Schutzpatron der Raser - Verkehrssicherheit paradox!

Die Landtagsgrünen haben die von Verkehrsminister Jörg Bode geplante Tempobeschleunigung auf der besonders unfall- und staugefährdeten Autobahn A 2 als "FDP-Spleen" bezeichnet. "Weniger Unfälle durch mehr Raserei – das ist Verkehrssicherheit  paradox", sagte der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah am Sonntag (heute) in Hannover. Der Grünen-Politiker verwies auf die verkehrswissenschaftliche Erkenntnis, wonach nur eine Absenkung der Durchschnittsgeschwindigkeiten und die damit verbundene geringere Tempodifferenz zwischen Schwerlastverkehr und Personenkraftwagen zur Absenkung des Unfallrisikos beiträgt.

"Trotz der erheblichen technischen Verbesserungen in den Fahrzeugen und der Ausstattung mit Verkehrslenkungsmaßnahmen ist überhöhte Geschwindigkeit immer noch die Ursache von etwa der Hälfte der Unfälle auf deutschen Autobahnen", sagte Hagenah. Wenn Minister Bode mehr Disziplin der Autofahrer erreichen wollte, dann müsste er sich für mehr Tempokontrollen einsetzen und "nicht für mehr Druck aufs Gaspedal."

Offenbar wolle der Minister mit der Aktion von seiner ablehnenden Haltung zu den bereits gebauten und geplanten Geschwindigkeitskontrollanlagen an der A 2 ablenken. "Herr Bode macht sich zum Schutzpatron der Raser. Vielleicht hofft er damit, den Absturz seiner Partei in der Wählergunst zu verlangsamen", sagte Hagenah.

Die Grünen wollen Bodes Plan mit einer parlamentarischen Anfrage beim nächsten Plenum Mitte Januar zum Thema im Landtag machen.

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